Apple Suchmaschine

Laut Apple soll der vom AppleBot erstellte Index fuer die hauseigenen Suchfunktionen in den Betriebssystemen OS X und iOS genutzt werden: Sowohl Apples "Spotlight" Suche als auch der sprachgesteuerte digitale Assistent Siri sollen auf die Ergebnisse zurueckgreifen, um Websuchen anzuzeigen. Bislang basieren beide Werkzeuge und ihre Internetsuchfunktionen auf Ergebnissen, die Apple von der Wissenssuche "Wolfram Alpha" sowie von Microsofts Bing-Suche uebernimmt. Doch augenscheinlich will Apple kuenftig selbst suchen, um sich von den Zulieferern unabhaengig zu machen. Zu wichtig ist speziell die Suche per Mobilgerät und Siri-Spracherkennung, als dass man die dafuer noetigen Nutzerdaten Weiter mit Microsoft teilen moechte. Siri tut seit Ende April auch auf der Apple Watch – der neuen Uhr von Apple – ihren Dienst. Der Anteil der mobilen Suchanfragen ueber die Spracherkennung dürfte deutlich zunehmen, weil die im Vergleich zu Smartphones kleine Uhr von den Nutzern voraussichtlich staerker mit der Stimme gesteuert werden wird. Ob der "AppleBot" künftig nur die Systemsuchen Spotlight und Siri bestückt oder auch als Standardsuchmaschine in Apples Browser Safari eingestellt wird, laesst Apple noch offen. Doch der Konzern konzentriert sich bereits seit einiger Zeit darauf, eigenes Such-Know-how aufzubauen: Ende 2013 kaufte der Konzern das Such-Start-up Topsy. Die Topsy-Entwickler sind Experten für die Suche in sozialen Netzwerken, Topsy ist eines der wenigen Unternehmen, das direkten Zugang zum Feed aller Kurznachrichten des sozialen NetzwerksTwitter hat. Dank der Akquisition kann Apple per Spotlight-Suche direkt nach Tweets suchen. Anfang des Jahres suchte Apple zudem einen Topmanager, der laut Stellenbeschreibung eine "Suchplattform für Hunderte Millionen Nutzer" aufbauen sollte. Mittlerweile ist die Anzeigeverschwunden, die Stelle augenscheinlich besetzt. Wie lange Apple dazu benoetigt, einen Suchindex zu erstellen, der ansatzweise so genau ist wie die Archive der Konkurrenten Microsoft Bing oder Google, ist nicht bekannt. Doch anders als kleinere Konkurrenten hat der amerikanische Technologieriese die Bargeldreserven, um den teuren Aufbau der eigenen Suchinfrastruktur zu finanzieren. Der Betrieb eines solchen Netzwerks ist extrem teuer – Google gibt an, in den Ausbau seiner Netzwerkinfrastruktur etwa zwei Milliarden Dollar pro Quartal zu investieren. Doch diese Ausgaben waeren für den Apple-Konzern mit seinen riesigen Cash-Reserven kein Problem.
Diese Nachrichten wurden von Fabio Del Tufo geschrieben. />



Stand: 09.05.2015/9:55 Uhr